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News 03.11.11

Geführte Winterwanderungen auf Rilkes Spuren, Dorfführungen im Rilkedorf Raron, Dorfführungen Ritterdorf Niedergesteln Min. 10 Teilnehmende Anmeldung: 027 934 31 00 info mehr...

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Gef. Wanderungen auf Rilkes Spuren

Kultur

Kultur, was ist das?

Das Wallis war immer schon eine gute Adresse für zahlreiche Künstler. Denken wir z.B. an Rainer-Maria Rilke. Der berühmte österreichische Dichter lebte von 1921 bis 1926 im Turm von Muzot, ob Sierre. Nun ruht er im Friedhof von Raron. Im Wallis schrieb er u.a. „Elégies" und „Sonnets à Orphée" und auf französisch „Vergers" und "Quatrains Valaisans".

Als armer Kanton, kann sich das Wallis nicht mit Monumenten, wie es sie in Frankreich oder Italien gibt, profilieren.

Es gibt jedoch, in einem bescheidenerem Masse, zahlreiche kulturelle Stätten, die einen Besuch wert sind. Leider wurden viele derer durch Unwetter, Kriege oder ganz einfach wegen menschlichen Eingriffen für immer geschädigt. Die Festungen von Sion, die Türme von Conthey, die Gestelnburg mit der Dynastie von Turn oder die verschiedenen Architekturen in Granges sind die besten Beispiele dafür.

Kommt dazu, dass das Rhonetal, den Wasserströmen wegen, dem Mensch keine Möglichkeiten gab, irgendwelche Bauten vorzunehmen.

Im April letzten Jahres, widmete ein Student der Tourismus-Fachschule in Sierre, seine Diplomarbeit dem Thema „Kultur im Wallis". Sébastien Pico hatte als Referent Paul-Michel Bagnoud, Kurdirektor in Sierre. Sébastien Pico, welcher sowohl die deutsche als auch die französische Sprache beherrscht, konnte als nicht gebürtiger Walliser, eine neutrale Arbeit verfassen.

Die folgenden Zeilen stammen zum grössten Teil aus seiner Arbeit. Auch er erinnert daran, wie schwer es ist, Kultur zu definieren. Als erstes wiedergibt er einige Zeilen, die von berühmten Philosophen stammen. Platon sprach von einer „Erziehung, welche auf alle Aspekte der menschlichen Realität achten muss". Montaigne bevorzugte „ ein gut gemachter Kopf anstelle eines gut gefüllten". Er empfahl sich ein wenig an allem zu interessieren, jedoch nicht auf eine Sache speziell einzugehen. Mit einem Tupf Humor, wiedergibt Sébastien Pico eine Reflexion einer befragten Person:

„Ich werde den ganzen Tag von der Kultur beeinflusst. Und in der Nacht, wenn ich träume, vielleicht ebenfalls."

Ein anderer Definitions-Versuch:

„Kultur ist all das, was uns mitgeteilt wird. Darin miteinbezogen sind die physische sowie die mentale Welt. Kultur kommt, verwandelt sich und geht wieder."

Beim Versuch, die „lebende" Kultur zu definieren, wiedergibt der Autor folgende Stichwörter:

Folklore – Bräuche – Geschlossenheit – Tradition - Regionale Veranstaltungen – Wein - Käse

Die regionale Identität spielt im Wallis eine grössere Rolle als in anderen Kantonen...

Das Oberwallis spricht einen Dialekt, welcher mit keinem anderen vergleichbar ist. Im Unterwallis prägt das „Patois", welches seine Herkunft im Unter-Latein und der „langue d’oc" findet, heute noch zahlreiche Gemüter.

Der Walliser pflichtet regionalen Veranstaltungen einen ganz speziellen Wert bei. Er unterstützt entsprechend auch die lokalen Vereine.

Es ist interessant festzustellen, was Walliser bei der Frage „welche Bedeutung schenken sie der Kultur" antworten:

Wichtig: 37.9 %

Unumgänglich: 29.5 %

Sehr wichtig: 27.3 %

75% der Walliser fühlen sich in ihrem Alltag von der Kultur beeinflusst. 32% der befragten behaupten, täglich mindestens 1 kulturelle Aktivität zu unternehmen.

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